Enstehung des ersten Open Science Moduls
Gendering Marteloskope

Marteleskope (vgl. Integrate+) sind ein Hektar große Waldflächen, auf denen jeder Baum nummeriert und hinsichtlich seines sowohl ökologischen als auch ökonomischen Wertes erfasst wurde. Mit Hilfe von Tablets können die verschiedenen Parameter eines Baumes aufgerufen und im Gespräch mit Menschen verschiedener Berufs- und Interessensgruppen zur Diskussion gestellt werden. Dabei verfolgen Marteleskope ein integratives Konzept: Verschiedene Formen des Wissens über die Bäume, den Wald und deren Flora wie Fauna, das heißt über die Biodiversität der Waldfläche, werden hier ebenso durch Begehungen vor Ort wie digital durch die Tablets erfahrbar gemacht.


Marteloskope – ein integratives Modell

das in der Waldnutzung ökologische mit ökonomischen Interessen 
zusammenführt.
Tablets dienen als Kommunikateure, die unterschiedliche Menschen zur Diskussion anregen,
um über den ökonomischen ebenso 
wie den ökologischen Wert einzelner 
Bäume zu diskutieren.


Welche Anregungen bietet die 
geschlechtersensible
 Nachhaltigkeitsforschung
– Gender in Environment– 
im Bereich der Marteloskope?

"Gendering Marteloskope" interessiert sich dafür, wer mit wem interagiert und 
welche Strukturen wie 
aufgebaut werden. 

Dabei rücken Mensch-Natur-
Technik-Verhältnisse 
in den Fokus.

"Gendering Marteloskope" verweist auf Aushandlungsprozesse, die in den Spannungsfeldern zwischen ökonomischen und ökologischen Aspekten ausgetragen 
werden, fragt:
Welche Formen der Kommunikation werden in den Marteloskopen, insbesondere durch das Tablet angeregt?
Zwischen welchen Personen(-gruppen) findet wie Kommunikation statt und welche Rolle spielen dabei fachliche, geschlechtliche und kulturelle Unterschiede?
Wie wird über den einzelnen Baum sowie die ihn umgebene Flora und Fauna gesprochen?
Was wird dabei als entscheidend angesehen?

"Gendering Marteloskope" regt an, den eigenen Standpunkt in Relation zu anderen zu setzen, um Ansätze miteinander 
zu integrieren und fragt:Welches Wissen wird wie über die Bäume
kommuniziert?
Wodurch ist dieses Wissen geprägt und welche Ziele werden verfolgt?
Wie werden die Aspekte der Zeit und des 
Generationenenvertrags  benannt?
Wie werden unterschiedliche Positionen diskutiert?
Auf welche Weise wird (Für-)Sorge für den Wald, Naturschutz 
und Biodiversität thematisiert?

 

Zentral erforscht "Gendering Marteloskope"
inwiefern Biodiversität damit zusammenhängt, dass unterschiedliche Positionen Gehör finden, das heißt Diversität 
unter Menschen ermöglicht wird, um integrative Modelle der Waldnutzung weiter auszugestalten.
(Bio-)Diversität als ein integratives Konzept, das soziale, ökonomische und ökologische Aspekte in ihrem Wechselverhältnis zueinander beleuchtet

sowie menschliche als auch nicht-menschliche Akteure gleichermaßen in den Blick nimmt.