Partizipative Mediografien

Das Konzept der partizpativen Mediografien beruht auf Ansätzen aus den Gender Media Studies (Lüneborg/Maier 2013) und Genderforschung im MINT‐Bereich – hier insbesondere auf den Überlegungen zur situated knowledge von Donna Haraway (1988), dem Umgang mit der cadrage (Bildausschnitt) bei Trinh T. Minh‐ha (2001) und dem agential cut bei Karen Barad (1999). Denn, um den transdisziplinären Dialog auf Augenhöhe zwischen verschiedenen Wissensschaftsdisziplinen zu ermöglichen, sollte die Kamera im Sinne der Feminist Science and Technology Studies (FSTS) als Akteur des Geschehens kritisch mitreflektiert werden. Die Frage ist dann, wie sich die Kamera entgegen einem speaking about als ein kollaborativer Akt des speking nearby (Minh‐ha 1992) begreifen lässt.

 

Literatur
Barad, K. (1999). Agential realism: feminist interventions in understanding scientific practices. In M. Biagioli, The science studies reader. New York: Routledge.
Haraway, Donna (1988) Situated Knowledges: The Science Question.in Feminism and the Privilege of Partial Perspective. In: Feminist Studies, Vol. 14, No. 3. 575-599.
Lünenborg, Margreth & Maier, Tanja (2013) Gender Media Studies: Eine Einführung, Paderborn: UTB.
Minh-ha, Trinh T. (2001). Trinh T. Minh-ha. Texte. Wien: Wiener Secession
Minh-ha,Trinh T. (1992) Speaking nearby. Interview with Nancy Chen. In: dies., London/New York: Cinema Interval. S. 209-225