Dr. Barbara Hartung

  

Input zur Diskussionsrunde 

Das Maria-Goeppert-Mayer-Programm  hat zum Ziel, die Genderforschung an den niedersächsischen Hochschulen bezogen auf ihre jeweiligen Forschungsschwerpunkte zu stärken. Nachdem in den Jahren 2002–2012 über hundert GastprofessorInnen gefördert wurden, sind nunmehr seit 2013 im Rahmen des Programms 6 Professorinnen berufen worden, drei davon im MINT-Bereich. Damit erweitern sich die Möglichkeiten, in Lehre und Forschung im MINT-Bereich die Gender-Perspektive zu integrieren. Darüber hinaus hat Niedersachsen mit dem NiedersachenTechnikum 2012 ein Projekt gestartet, das jungen Frauen – in der Regel direkt nach dem Abitur – die Möglichkeit eröffnet, in einer Entscheidungsphase Studien- und Berufserfahrung in einem technischen Bereich zu sammeln.

Vita

Ministerialrätin Dr. Barbara Hartung ist Juristin, seit 1994 Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, zuständig für „Naturwissenschaften, Forschungsethik, Gleichstellung". Vorsitzende (von Länderseite) des Arbeitskreises "Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung“ der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz. Seit 1999 ist sie eine von zwei Vertreterinnen der BRD in der sog. „Helsinki-Gruppe Gender in Forschung und Innovation“ der EU-Kommission.

Kontakt

Ministerialrätin Dr. Barbara Hartung
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat 12 - Naturwissenschaften, Forschungsethik, Gleichstellung
Leibnizufer 9
D - 30169 Hannover
Tel.: +49 (0)-511-120-2524
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Links

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur - Gleichstellung
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz - Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung
Helsinki-Gruppe Gender in Forschung und Innovation

Dr. Dagmar Simon

  

Perspektiven der Geschlechterpolitik: Was tragen Organisationen, Organisationskulturen, Disziplinen oder gar Nachhaltigkeitskonzepte dazu bei?

In dem Vortrag geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme, um eine auf die Kerninstitutionen des deutschen Wissenschaftssystems – Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen – orientierte Geschlechterpolitik: welche Erfolge sind zu verzeichnen, wo greift die Geschlechterpolitik nicht oder nur unzureichend? Dabei sollen neben institutionellen auch kulturelle sowie disziplinenspezifische Faktoren diskutiert werden.

Auf diese Kontextfaktoren hat insbesondere die Geschlechterforschung immer wieder hingewiesen, die Erfolge einer Gleichstellungspolitik an Hochschulen begrenzen: Der Wandel (wissenschaftlicher Organisationen) impliziert die Veränderung von sozialen, rechtlichen, politischen  und symbolischen Ordnungen einschließlich der damit verbundenen sozialen Praktiken im universitären Alltag, die eine Geschlechterhierarchie prägen, legitimieren und reproduzieren. In diesem Zusammenhang wird Geschlechterforschung als eine ungesichertes Fachgebiet bzw. „Disziplin wider Willen“ direkt thematisiert und gefragt, inwieweit Geschlechterpolitik an Hochschulen überhaupt noch Geschlechterforschung adressiert.

Neben vielfältigen Reformen in den letzten Dekaden befassen sich wissenschaftliche Einrichtungen in den vergangenen Jahren auch verstärkt mit Konzepten der Nachhaltigkeit. Abschießend soll diskutiert werden, inwiefern sich hierdurch auch „windows of opportunities“ für Geschlechterpolitik öffnen.

Forschungsinteressen

Evaluationsforschung, Wissenschaftsforschung, Organisationsforschung und Gender Studies.

Vita

Dagmar Simon ist seit 2008 Leiterin der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Sie ist u. a. Mitglied der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Exzellenzinitiative“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied der Arbeitsgruppe „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitherausgeberin der sozialwissenschaftlichen Zeitschrift „Leviathan“ und Mitglied des Beirats der Zeitschrift „WSI-Mitteilungen“. 

Literatur

Simon, Dagmar, Matthies, Hildegard und Torka, Marc. Hrsg. 2015. Die Responsivität der Wissenschaft. Wissenschaftliches Handeln in Zeiten neuer Wissenschaftspolitik. Bielefeld: transcript. 

Simon, Dagmar, Matthies, Hildegard und Hänzi, Denis. Hrsg. 2014. Erfolg. Konstellationen und Paradoxien einer gesellschaftlichen Leitorientierung. Leviathan, Sonderband 29. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Simon, Dagmar und Knie, Andreas. 2013. Can Evaluation Contribute to the Organizational Development of Academic Institutions? An International Comparison. In: Evaluation - The International Journal of Theory, Research and Practice. Vol. 19, No. 4. 402–418.

Kontakt

Dr. Dagmar Simon
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Reichpietschufer 50
D - 10785 Berlin
Tel.: +49 (0)-30-25491-588 
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Links

Homepage WZB

Prof. Dr. Martina Schraudner

 

Vita
Martina Schraudner leitet das Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (ceRRI) in Berlin und hat eine Gastprofessur zu »Gender- und Diversity-Aspekte in Organisationen« an der Technischen Universität Berlin inne. Sie ist außerdem in Auswahlgremien für anwendungsnahe Forschungs- und Innovationsprojekte tätig, Mitglied im Hochschulrat der Universität Paderborn, im Kuratorium der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF), sowie im Vorstand des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Literatur

Schraudner, Martina u.a. Hrsg. 2014. Shaping Future. Stuttgart: Fraunhofer.

Schraudner, Martina, Hochfeld, Katharina und Kaiser, Simone. Hrsg. 2014. Unternehmenskulturen verändern - Vielfalt erreichen. Stuttgart: Fraunhofer.

Schraudner, Martina u.a. 2014. Das verschenkte Potential - Wie Geschlechterstereotype den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen behindern. In: Langfeldt, Bettina und Mischau, Anina. Hrsg. Strukturen, Kulturen und Spielregeln. Faktoren erfolgreicher Berufsverläufe von Frauen und Männern in MINT. Baden-Baden: Nomos.

Schraudner, Martina, Bührer, Susanne und Hufnagl, Miriam. 2009. Frauen im Innovationssystem - im Team zum Erfolg. Stuttgart: Fraunhofer.

Kontakt

Prof. Dr. Martina Schraudner
IWF/ Fraunhofer
Fachgebiet Gender und Diversity in Organisationen
Sekr. Ingrid Ziegenhagen
Hardenbergstraße 20
D - 10623 Berlin
Tel.: +49 (0)-30-680-7969-0
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Homepage Fraunhofer IAO
Homepage TU Berlin
Gender und Diversity in Organisationen
Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF)
Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.